Bundesumweltministerium, ADAC, Kfz-Handwerk und Umweltsenator rufen zur Nachrüstung auf – 330 Euro Förderung für Partikelfilter
Einen symbolischen Scheck über 330 Euro brachte Uwe Lahl,
Abteilungsleiter im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit, heute (21.10.) von Berlin nach Bremen mit, um einem
Bremer Autofahrer diese Förderung für die Nachrüstung seines Pkw mit
einem Partikelfilter zu überreichen.
Mit der gemeinsamen Übergabe im Bremer Autohaus Kossmann wollen
das Bundesumweltministerium, der ADAC, die Kraftfahrzeuginnung Bremen
und der Bremer Umweltsenator gemeinsam auf die Fördermöglichkeit der
Nachrüstung von Diesel-Pkw mit Partikelfiltern aufmerksam machen.
Die Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen mit Filtern trägt dazu
bei, dass der Partikelausstoß gesenkt und die Luftqualität in den
Innenstädten besser wird. Um die Nachrüstung von Diesel-Pkw mit
Partikelfiltern stärker zu unterstützen, hat die Bundesregierung die
Förderung attraktiver gestaltet: So kann alternativ zur bisherigen
Förderung über eine zeitlich befristete Kfz-Steuerbefreiung ein
Zuschuss in Höhe von 330 Euro gewählt werden. Nicht nur für Umwelt und
Gesundheit, sondern auch für den Fahrzeughalter lohnt sich der Einbau:
Nachgerüstete Diesel-Pkw erhalten eine bessere Umweltplakette und
können, je nach Plakette und Ausgestaltung der Umweltzone, auch
weiterhin in die immer zahlreicheren Umweltzonen einfahren. Das
steigert auch den Wiederverkaufswert der Fahrzeuge. Zudem werden
nachgerüstete Fahrzeuge auch vom zeitlich befristeten Kfz-Steuermalus
von 1,20 Euro pro angefangenen 100 Kubikzentimeter Hubraum ausgenommen.
Das bedeutet 24 Euro Steuerersparnis für einen 2-Liter-Diesel pro Jahr.
Uwe Lahl empfiehlt den Dieselfahrern, mit dem nachträglichen
Einbau des Filters nicht lange zu warten: „Eine Förderung gibt es nur
für Nachrüstungen, die bis zum 31. Dezember 2009 durchgeführt werden.“
Auch Thomas Burckhardt, Vizepräsident des ADAC für Technik
betont: „Wenn Schadstoffausstoß direkt an der Quelle bekämpft wird,
bringt das mehr als alle anderen bürokratischen Maßnahmen. Diesel-Pkws
ohne Partikelfilter zahlen einen höheren Steuersatz – vermeiden lässt
sich das mittels der Nachrüstung, die bis zum Jahresende zusätzlich
gefördert wird.“
Das Förderprogramm hat ein Volumen von 66 Millionen Euro und
reicht für etwa 200.000 Nachrüstungen. Die Förderung über den Zuschuss
ist dabei an zwei wesentliche Voraussetzungen gebunden:
- der Diesel-Pkw muss vor dem 31. Dezember 2006 erstmals zugelassen worden sein
- und die Nachrüstung muss bis zum 31. Dezember 2009 erfolgen.
Hans Jörg Koßmann, Obermeister der Bremer Kfz-Innung, sieht auch
einen positiven Beschäftigungseffekt: „Das Kfz-Gewerbe zeigt eine hohe
Kompetenz bei der Nachrüstung von moderner Umwelttechnik. Mit den 330
Euro in bar wird der nachträgliche Einbau von
Rußpartikelfilter-Systemen nach unserer Einschätzung schon deshalb noch
einen bemerkenswerten Endspurt bis zum 31. Dezember hinlegen können, da
die Umweltzonen zum 1. Januar 2010 mehrheitlich verschärft werden.
Wer
heute einen Diesel-Pkw ohne Filter hat, wird selbst rechnen können, ob
der Verlust beim Verkauf des Autos die zögerliche Haltung bei der
Nachrüstung rechtfertigt.
Insofern unser Appell: Diesel-Fahrer
sollten die Nachrüstung mit der Möglichkeit der Barauszahlung nutzen,
denn am 31.12.2009 ist Schluss mit der Unterstützung durch Vater Staat.
Das ist eine gute Tat für den Umweltschutz und damit eine Investition
in die Zukunft. Und es ist die Lösung, um Fahrverbote in den
Umweltzonen zu vermeiden“.
Senator Loske betont den Nutzen für die Halter von
Dieselfahrzeugen, da nur mit einem Filter und der entsprechenden
Höherstufung der Plakette die Befahrbarkeit der Umweltzone gewährt
werden kann. Gleichzeitig sieht er die Umweltzone auf einem guten Weg:
„In diesem Jahr gab es bislang 27 Tage mit Überschreitungen der
Feinstaub-Grenzwerte. Das ist besser als in den Vorjahren – aber noch
nicht gut genug“. Die Grenzwerte für Stickoxide sind nach wie vor
überschritten und machen weitere Maßnahmen für sauberere Pkw und Lkw
erforderlich.
Weitere Informationen:
Den Antrag sowie die Fördervoraussetzungen finden Sie unter www.bmu.de/partikelfilter.
Informationen über die Umweltzone in Bremen sind auf der Seite www.umweltzone.bremen.de zu finden.
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