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Bremer Staatsanwalt ermittelt wegen Kinderpornografie im Internet |
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Montag, 4. Juni 2007 |
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PC in Bremen mit einschlägigen Bildern sichergestellt
Bremen, 03.06.07 - Die Staatsanwaltschaft Bremen hat bei einem Nutzer des populären Internetspiels „Second Life“ kinderpornografisches Material sichergestellt. Das berichtet das ARD-Politikmagazin REPORT MAINZ. Bei dem Beschuldigten hatten Beamte bei einer Hausdurchsuchung in der vergangenen Woche einen PC beschlagnahmt. „Der wurde von der Polizei in Bremen ausgewertet. Auf dem PC haben wir diverse Dateien mit kinderpornographischem Inhalt festgestellt,“ so der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, Jörn Hauschild.
Der Beschuldigte habe zuvor versucht, die Festplatte zu löschen, so die Staatsanwaltschaft. Spezialisten der Bremer Kriminalpolizei konnten die Daten aber wieder herstellen. Jetzt steht eine weitere Auswertung der Festplatte an.
„Es könnte sich ergeben, dass noch weitere Personen in dem Handeltreiben verstrickt sind, dass beispielsweise der Beschuldigte Dateien an weitere Personen abgegeben hat,“ so Jörn Hauschild. „Dann ist der nächste Schritt zu ermitteln, welche Personen sind das, und aus diesen Ermittlungen folgen gegebenenfalls weitere Ermittlungsverfahren."
Das
ARD-Politikmagazin hatte vor vier Wochen berichtet, dass Nutzer in dem
Online-Spiel Second Life sowohl virtuelle als auch reale
kinderpornografische Inhalte verbreiten. Die Staatsanwaltschaft Halle
hatte daraufhin ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet.
Dieses Verfahren hat wegen der örtlichen Zuständigkeit mittlerweile die
Staatsanwaltschaft Bremen übernommen.
Nach Ausstrahlung des Beitrages hatte die US-amerikanische
Betreiberfirma Linden Lab angekündigt, zur Verbesserung des
Jugendschutzes unter anderem ein System zur Altersverifikation
einzuführen. Es soll sicherstellen, dass Minderjährige künftig keinen
Zutritt zu jugendgefährdenden Inhalten bekommen. „Das Vorhaben hat ganz
offensichtlich Priorität, und Linden Lab arbeitet mit einem Team an der
Entwicklung,“ so Linden Lab in einer Mitteilung. Allerdings konnte die
Firma keine Angaben dazu machen, wann das System dem Spiel
vorgeschaltet wird.
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