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Bremen-Nord, Polizeirevier
Lesum Zeit: 2. Juli 2007, 08.00 Uhr
Mit einer Schusswunde am
Bein musste heute Morgen ein Polizeibeamter in ein Krankenhaus eingeliefert
werden. Ein in Gewahrsam genommener Mann hatte zuvor die Dienstwaffe eines weiteren
Beamten an sich gerissen. Dabei hatte sich ein Schuss gelöst. Der festgenommene
Mann sollte gerade vom Revier Lesum zum Polizeigewahrsam im Polizeipräsidium
transportiert werden. Als die Beamten den polizeibekannten Mann aus der Zelle
holen wollten und die Tür öffneten, entstand eine Rangelei. Es gelang dem Täter,
die Dienstwaffe eines Beamten an sich zu reißen. Als ihm diese abgenommen werden
sollte, löste sich ein Schuss, der einen 56 Jahre alten Polizeibeamten in die
Wade traf. Kurze Zeit später konnte der Mann überwältigt werden.
Der genaue Tatablauf - insbesondere
die Motivation des Tatverdächtigen - ist derzeit noch nicht abschließend geklärt
und...
Gegenstand der intensiv geführten Ermittlungen. Da er bereits in der
Vergangenheit durch große Aggressivität gegen Polizeibeamte aufgefallen ist,
kann eine zielgerichtete Handlung nicht ausgeschlossen werden.
Der Verletzte wurde in eine
Bremer Krankenhaus eingeliefert. Seine begleitende Kollegin erlitt einen Schock
und musste ebenfalls ärztlich betreut werden.
Polizeipräsident Professor
Eckard Mordhorst und der Leiter der Schutzpolizei, Leitender Polizeidirektor
Michael Steines, ließen sich unmittelbar am Revier über den Ablauf des
Geschehens informieren. Sie wiesen auf die Fortsetzung der bereits erfolgten
Ausrüstung aller Polizeibeamten mit den sog. Sicherheitsholstern hin. Davon
sind bereits 170 an eingewiesene Beamte ausgegeben worden und weitere sind in
der Auslieferung. Diese Holster sollen die Möglichkeit des Entreißens der
Dienstwaffe minimieren.
Der heutige Vorfall
bestätigt die Notwendigkeit der Anschaffung eindringlich, erklärten Prof. Mordhorst
und Polizeidirektor Steines
Bei dem Tatverdächtigen
handelt es sich um einen 41-jährigen Mann, der bereits polizeilich in
Erscheinung getreten ist, darunter auch wegen diverser Metalldiebstahle und
Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Er war am Montagabend wegen des
Verdachts des erneuten Edelmetalldiebstahls festgenommen worden und sollte
heute im Präsidium vernommen werden. Gegen ihn wird nun erneut wegen Widerstandes
und zusätzlich wegen des Verdachts eines versuchten Totschlags ermittelt. Er
wird noch heute der Staatsanwaltschaft Bremen überstellt.
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