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Montag, 22. Februar 2010 |
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Bremer demonstrieren in Berlin gegen Afghanistan-Krieg
BREMEN. Rund 2000 Menschen aus mehr als 100 Städten der Bundesregpublik
demonstrierten am Sonnabend in Berlin für den Abzug der Bundeswehr aus
Afghanistan. "Kein Soldat mehr. Dem Frieden eine Chance – Truppen raus aus
Afghanistan!" hieß das Motto der Aktion. Unter den Teilnehmern befand sich
auch eine achtköpfige Delegation des Bremer Friedensforums.
"Krieg wird niemals Frieden, wie auch eine Katze niemals ein Hund wird",
widersprach der Theologe Eugen Drewermann auf dem Bebelplatz unter großem
Applaus den Beteuerungen der Bundesregierung, der Einsatz der Bundeswehr
diene dem Frieden in Afghanistan. Der Bundestag entscheidet am kommenden
Freitag darüber, ob mehr deutsche Soldaten nach Afghanistan geschickt
werden. Bisher sind dort 4.500 Bundeswehrsoldaten stationiert. 5.350 soll
das neue Mandat erlauben. Wegen der schwarz-gelben Mehrheit ist die
Zustimmung des Parlaments bereits gesichert.
An die Kundgebung schloss sich eine Demonstration zum Reichstagsgebäude an.
Mit einem symbolischen "Die-In" (englisch Sterben) wollten Mitglieder der
Internationalen Ärzteorganisation für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW)
auf die alltäglichen Opfer des Afghanistankrieges aufmerksam machen.
Zum Abschluss wurden Schilder gegen den Afghanistan-Einsatz mit den Namen
von 100 Städten durch ihre jeweiligen "Delegierten" in der Nähe des
Reichstags platziert, darunter eines aus Bremen.
Weitere Informationen:
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/bewegung/afgh/demo-20-feb.html
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